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Montag, der 06. September 2010
SiriusSteckbrief: |
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Mit Siri ging mein lang gehegter Wunsch nach einem Hund endlich in Erfüllung. Da
meine Mutter Angst vor Hunden hat, konnte ich so oft um einen eigenen Hund
bitten wie ich wollte – die Entscheidung stand fest: Kein Hund bei uns zu Hause.
Ende 2005 kaufte mein Freund Daniel dann sein Haus, doch der Gedanke dass ich
einen Hund bei ihm halten könnte kam mir gar nicht.
Mein Vater war es letztendlich der mich eines Tages, als ich mir im Internet mal
wieder Fotos von Border Collies anguckte, darauf brachte. Er sagte zu mir, dass
ich mittlerweile alt genug wäre um mich auch alleine um einen Hund zu kümmern.
Mittlerweile verdiene ich ja auch mein erstes eigenes Geld. Nur wohin mit dem
Hund? Ausschließlich im Garten wollte ich ihn nicht halten.
Also begann ich mit der Überzeugungsarbeit bei meinem Freund. Und er willigte
ein.
Somit konnte die Suche nach einem süßen kleinen Fellmonster losgehen.
Als ich ihn das erste Mal auf dem Foto im Internet gesehen habe, war es
eigentlich schon um mich geschehen. Ich druckte das Foto aus, notierte mir die
Telefonnummer und fuhr mit dem Foto zu meinem Freund und zeigte ihm das Foto.
'Jo – süß! Ruf doch mal an!' bekam ich zu hören.
Er dachte damit wäre es erledigt, da ich eigentlich immer andere vorschicke um
bei Fremden irgendwas für mich zu erledigen. Das Gesicht, das er machte als ich
knallhart sagte 'das mach ich jetzt auch' war unvergesslich. Ich hatte es mir in
den Kopf gesetzt, also zog ich es auch durch. Den Samstag darauf fuhren wir also
nach Essen um uns den Kleinen anzugucken.
Als ich ihn dann endlich das erste Mal sah stand die Entscheidung sofort fest –
der Kleine kommt mit nach Hause. Aber ich musste mich noch ewig lange vier Tage
gedulden. Da wir noch keinerlei Futter, Leine oder Halsband für ihn hatten,
musste ich am Montag erst einmal die Grundausstattung kaufen und am Dienstag
ging es dann wieder nach Essen, um ihn endlich abzuholen.
Siri war zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als 3,5 Monate alt. Er war ein
Rückläufer. War also bereits einmal vermittelt, wurde aber kurz darauf wegen
schwerer Krankheit wieder zurück zum Züchter gebracht. Damals hieß Siri jedoch
noch Sam. Da ich aber bereits einige Hunde mit diesem Namen kannte und er keinen
'Allerweltsnamen' haben sollte taufte ich ihn Sirius.
Was genau hinter dem Namen steckt könnt ihr
hier nachlesen.
Die ersten Tage bei uns hielt er möglichst viel Abstand zu uns, vermutlich weil
er nun schon das 3. Mal aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wurde. Nach einer
knappen Woche jedoch kam er dann das erste Mal freiwillig zum schmusen auf die
Couch.
Mittlerweile ist er ein absolut menschenvernarrter Hund, der wirklich jeden
Menschen freudig begrüßt. Auch meine Mutter hat er bekehrt. Nicht vor jedem Hund
muss man Angst haben. Ab und zu streicheln und ein Leckerli geben ist auch nicht
schlimm. 24 Stunden am Tag muss er jedoch auch nicht da sein. Zu Besuch für ein
bis zwei Stunden ist völlig ausreichend. Und gelegentliches Hundesitten, damit
man zur Geburtstagsparty vom eignen Bruder fahren kann, ist auch drin – aber
bitte nicht zu lang!
Seine große Liebe ist Kevin, Daniels Patensohn. Für ihn würde er durchs Feuer
gehen.
Wenn Kevin zu Besuch kommt werden alle guten Vorsätze, nicht zur Tür zu rennen
und die Gäste anzuspringen, über den Haufen geworfen.
Kinder sind das Größte! Denn die spielen wirklich immer mit einem. Egal ob mit
dem Ball, dem Zerrseil oder auch nur mit einem Grashalm. Alles was ein Kind in
der Hand hat ist auch zum spielen.
Hunde – vor allem Rüden – sucht er sich aus. Er ist, wie uns auch seine
Züchterin vorwarnte, ein recht dominanter und selbstbewusster Junghund geworden.
Im Hunderudel, mit dem wir täglich spazieren gehen, ist er der Chef und ruft die
anderen Hunde zur Ordnung – wenn es denn sein muss.
Zusammen mit den anderen Hütehunden in unserer Hundschule, durfte er an den
Schafen unserer Trainerin sein Hütetalent bislang schon das ein oder andere Mal
testen.
Siris Fazit: Schafe sind toll - aber wirklich brauchen tu' ich sie nicht!
Danke Birgitt für das Vertrauen an die unangelernten Schafscheucher und deiner
tollen Hilfe bei Siris Erziehung, die ihn zu einem (recht) gut erzogenen Hund
gemacht hat.
Mittlerweile scheint Sirius erwachsen zu werden. Natürlich ist er immer noch
sehr selbstbewusst und ist immer noch gerne Chef des Rudels aber mittlerweile
geht er vielen Provokationen einfach aus dem Weg. Zu aufdringlichen Jungspunten
zeigt er schon mit kleinen Gesten, dass er nicht an seinen Thron rütteln lässt.
Meist werden die Hunde einfach ignoriert. Sollte der Hund es jedoch einfach
nicht verstehen wollen zeigt er kurz ein breites "Lächeln". Grob werden muss er
jedoch nie.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass er um einiges ruhiger und vor allem
abgeklärter geworden ist. Die Rüpelphase in der ihm immer mal wieder neuer
Blödsinn eingefallen ist und in der er öfters scheinbar plötzlich taub geworden zu
sein scheint, ist (endlich!!!) überstanden. :-)
Remus ruf er des Öfteren schon mal zur Ordnung. Der kleine Stinker kann es aber
auch einfach nicht sein lassen ihn während des ganzen Spaziergangs zu ärgern.
Zu Hause ist er absolut unauffällig und eine große Schmusebacke. Geht es dann jedoch raus tobt er sich auf unseren Spaziergängen, Ausflügen mit Freunden oder auf dem Hundeplatz aus.
Ein letztes Dankeschön gilt Susanne, die mir – einer Hundeanfängerin – diesen
für uns einzigartigen Hund anvertraut hat.
| ©2007-2010 Dana Zimmermann/Daniel Köhler | Letzte Änderung: 23.08.2010 20:19 h |