Montag, der 06. September 2010
Beschäftigung
Ein Border Collie ist ein
Arbeitshund und muss daher ausreichend Bewegung haben und auch geistig gefordert
werden. Auch wenn der Hund von Elterntieren abstammt, die nicht an Vieh arbeiten,
hat der Border Collie immer noch seinen Hütetrieb. Dieser ist jedoch von Hund zu
Hund unterschiedlich deutlich ausgeprägt. Auch Sirius und Remus haben
unterschiedlich viel Hütetrieb.
Während Sirius selbst an Schafen
nur kurzzeitig Interesse zeigt hat Remus eine ganze Portion mehr Hütetrieb. Im
Gegensatz zu Sirius hat er deutliches Interesse an Schafen und arbeitet auch
sehr schön an ihnen. Aber auch im Alltag merkt man ihm sehr deutlich an, dass er
mehr Hütetrieb hat als Sirius. So geht
Remus auf den
Spaziergängen schon mal ganz gerne im Schleichgang und fixiert Sirius dabei. Aber auch beim Frisbeespielen läuft Remus
gerne mal einen Outrun im Gegensatz zu Sirius, der es sogar schafft einen
viereckigen "Around the World" zu laufen, obwohl Border Collies sehr gerne im
Kreis laufen :-).
Aber an dieser Stelle möchten wir
gerne aufzeigen, wie man einen Border Collie "vernünftig" auslasten kann.
Vernünftig steht an dieser Stelle absichtlich in Anführungszeichen, da jeder
seine eigene Ansicht hat wie ein Border Collie ausgelastet werden sollte. Und
auch wir erachten nicht alle aufgeführten Methoden als sinnvoll.
Wir beschäftigen unsere Hunde mit einer Mischung aus
Discdogging, Trickdogging
und gelegentlichen Suchspielen und Unterordnungsübungen auf unseren
Spaziergängen.
Hüten
An erster
Stelle ist natürlich das Hüten und (Nach-) Treiben von Vieh zu erwähnen. Border
Collies sind Jahrzehnte lang für die Arbeit an Schafen gezüchtet worden und
aufgrund ihrer Arbeitsqualität selektiert worden. Hier liegt ihre eigentliche
Aufgabe, das Zusammentreiben, Nachtreiben. und Selektieren von Schafen. Aber auch
an Rinden oder Geflügel können Border Collies arbeiten.
Wir haben mit unsern beiden bereits Seminare besucht und auch ca. ein halbes
Jahr "Einzelstunden" bei einer Trialistin genommen. Aufgrund Daniels beruflicher
Weiterbildung mussten wir Remus Ausbildung (da Sirius ja kaum Interesse hat)
erst einmal auf Eis legen. Sollten wir zukünftig wieder mehr Zeit haben werden
wir das Training wieder aufnehmen damit Remus an seinen "Wollis" arbeiten darf.
Wer mehr zu der bisherigen Ausbildung der beiden wissen möchte kann dies
hier nachlesen.
Sportarten
Aufgrund ihres angeborenen Will
to please (dem Gefallen wollen,) brillieren Border Collies auch in sämtlichen
Hundesportarten. Wie sinnvoll die einzelnen Sportarten sind, muss jeder selber
wissen und hier gehen die Meinungen oftmals auseinander. Soweit es mir möglich
ist, werde ich hier die einzelnen Sportarten kurz zusammenfassen. Da wir bislang
noch nicht jede Sportart betrieben haben, bin ich natürlich für Tipps oder
Verbesserungen jeder Zeit offen und dankbar.
Obedience
Das deutsche Wort für Obedience ist Unterordnung. Bei dieser Sportart wird
viel Wert auf Genauigkeit und die saubere Ausführung von "Befehlen" des Hundes
gelegt. Wichtige Elemente des Obedience sind unter anderem das "Fußlaufen", bei
dem der Hund förmlich am Bein des Hundeführers "klebt", egal ob in der
Vorwärtsbewegung, Winkeln, Wendungen oder auch Rück- und Seitwärts, dies alles
auch in unterschiedlichem Tempo. Dem Verhalten in der Gruppe (vor allem in den
unteren Klassen), die Platzablage, dem Apport von Hanteln (Holz in den unteren
Klassen und später Metall in höheren Klassen) mit oder auch ohne Hürde,
Richtungsapport bei dem der Hund eine von mehreren ausgelegten Hanteln aufgrund
des Richtungskommandos bringen muss. Das Schicken des Hundes zu
unterschiedlichen Positionen (Box oder auch Pylonen). Auch die Distanzkontrolle
und die Geruchsunterscheidung von ausgelegten Hölzern gehört dazu.
Während der Prüfung wird der Hundeführer von seinem Steward begleitet. Er
gibt dem Hundeführer die Kommandos, die vom Hundeführer umgesetzt werden müssen. Als Beispiel eine bevorstehende Wendung nach links, rechts, schnelles
Tempo oder doch langsam.
Der Richter vergibt für jedes Element (Apport, schicken in die Box...) Punkte.
Um an Wettkämpfen teilnehmen zu können, benötigt man die Begleithundeprüfung und
eine Leistungskarte des VDH. Um auf Meisterschaften teilnehmen zu dürfen
benötigt der Hund außerdem vom FCI anerkannte Papiere.
Beim Obedience wird der Hund vor allem geistig gefordert da er während der
gesamten Prüfung sehr aufmerksam sein muss.
Agility
Beim Agility handelt es sich bildlich ausgedrückt um einen Hindernislauf für
Hunde. Es gibt verschiedene Geräte über oder durch die der Hund im möglichst
schnellem Tempo, am besten fehlerfrei, von seinem Hundeführer geführt werden
muss. Es gibt zwei verschiedene Arten von Geräten.
Geräte ohne Kontaktzone sind: Hürden, Weitsprung, Slalom, Tunnel, Sacktunnel und
Reifen.
Geräte mit Kontaktzone sind: Wippe, Steg und A-Wand.
Zudem gibt es noch den Tisch, auf den der Hund springen muss und dort warten
sollte bis der Hundeführer ein weiteres Kommando gibt. Der Tisch ist somit ein
Gerät auf dem Ruhe herrscht.
Kontaktzone bedeutet, dass am Anfang und am Ende des Geräts ein farblich
gekennzeichneter Bereich ist, den der Hund mit mindestens einer Pfote berühren
muss.
Der Hundeführer "dirigiert" seinen Hund nur anhand von Kommandos und
Körpersprache. Jegliche Art von Hilfsmittel sind verboten. Damit zwischen
unterschiedlich großen Hunden keinerlei Nachteile entstehen, werden die Hunde
aufgrund ihrer Widerrissthöhe in unterschiedliche Größenklassen eingeteilt
(Smal, Medium und Large). Beim Agility gibt es drei verschiedene
Leistungsklassen von A1 bis A3. Aufsteigen in die nächst höhere Leistungsklasse
kann/muss man wenn man 3 Mal unter den ersten Dreiplatzierten war.
Der Lauf wird von einem anerkannten Richter kontrolliert, der Abwürfe und
Verweigerungen notiert und gegebenenfalls auch disqualifiziert.
Auch für das Agilliy braucht man eine Begleithundeprüfung und eine
Leistungskarte. Genau wie beim Obedience, dürfen nur Hunde mit FCI anerkannten
Papieren auf Meisterschaften starten.
Beim Agility wird sowohl der Bewegungsdrang der Border Collies als auch das
Köpfchen gefordert. Da der Hund sehr auf Körpersprache und Kommandos des
Menschen achten muss.
Discdogging
Das Prinzip scheint einfach - der Mensch wirft und der Hund fängt die
Scheibe. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Je nach Reglement wollen die
Richter, in der Regel vier (einer der den Hund richtet, einer der das Team
richtet, einer der den Menschen richtet - meist auch der Headjudge und einer der
die Catchratio - Verhältnis von gefangenen Scheiben zu geworfenen Scheiben -
richtet) unterschiedliche Elemente in der Kür sehen. Einige legen besonderen
Wert auf den Showmanship andere wollen gewisse Elemente wie ein Around the World
oder verschiedene Vaults = Körperabspünge sehen. Um den Hund nicht zu gefährden
sollte der Mensch viel Wert auf Wurftraining legen.
Während eines Turniers spielt jedes Mensch-Hund-Team zwei Mal seine Kür, die
er je nach Können anspruchsvoll oder besonders ästhetisch gestaltet und einmal
die Minidistance.
Bei der Minidistance geht es um das Weitwerfen auf einem Feld bis zu 50 Metern.
Je weiter desto mehr Punkte gibt es. Je nach Reglement hat man zwischen einer
und eineinhalb Minuten Zeit möglichst viele Punkte zu erspielen. Hierbei zählen
nur Scheiben die vom Hund gefangen werden, bevor sie den Boden berührt. Der Hund
muss die Scheibe zum Menschen apportieren, denn es wird nur mit einer Scheibe
gespielt.
Während der Kür zeigt der Spieler bestenfalls möglich viele verschiedene Würfe,
die je nach Ausführung, unterschiedliche Schweregrate haben. Zudem können
Körperabsprünge = Vaults, Körperübersprünge = Over und verschiedenen
Teammovements = gleichzeitiges Drehen von Mensch und Hund, Slalom durch die
Beine vom Menschen etc. gezeigt werden. Eine Kür dauert je nach Reglement
zwischen eineinhalb und zwei Minuten. Der Spieler darf, ebenfalls
reglementabhängig, entweder fünf, sieben oder zehn Scheiben verwenden.
Auch im Discdogging gibt es unterschiedliche Startklassen nach
UFO und
Skyhoundz gibt es die Starter/Novice und die Open. Nach
USDDN gibt es die Starter, Advance und Profis. Zudem gibt es nach Skyhoundz und USDDN
noch eine eigene Klasse für kleine Hunde bis etwa 40 cm.
Eine geregelte Aufstiegsregelung gibt es nicht. Das Team kann aufsteigen
wenn es meint es ist soweit oder auch nachdem es ihnen von anderen Spielern oder
Richtern angeraten wurde :-)
Discdogging ist für jeden gesunden und beutemotivierten Hund geeignet. Bevor
man mit dem Training beginnt sollte man den Hund einem Tierarzt vorstellen, der
einmal gründlich den Bewegungsapparat durchcheckt. Auch auf eine Untersuchung
auf HD und ED sollte nicht verzichtet werden. Langsamer Muskelaufbau und
ausreichendes Aufwärmen sollten selbstverständlich sein.
Im Gegensatz zu Agility und Obedience ist zum Start auf Turnieren keine
Begleithundeprüfung und auch keine Leistungskarte erforderlich. Auch Europa-
oder Weltmeisterschaften können von jedem qualifizierten Team bestritten werden.
Auch von Mischlingshunden und Hunden ohne Papieren.
Auch beim Discdogging wird sowohl der Bewegungsdrang der Border Collies als auch
das Köpfchen gefordert. Denn das richtige "lesen" der Scheiben, sprich die
Flugbahn einzuschätzen, und die verschiedenen Kommandos, die während der Kür vom
Hund gefordert werden, bedeuten ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und
Konzentration.
Wir spielen seit Ende Juli 2008 und wer mehr über Discdogging wissen möchte kann
hier nachlesen.
Dogdance/Heelwork to Music
Dogdance ist wie das Wort es schon beschreibt, der "Tanz" mit dem Hund.
Ursprünglich kommt es jedoch vom Obedience, in dem das reine Fußlaufen durch Musik
aufgepeppt wurde. Passend zur Kür wird Musik gespielt. Während der Kür werden
einzelne Tricks und Kunststückchen vom Hund gezeigt. Hierbei gibt es keine
Pflichtelemente außer, dass das aufmerksame Fußlaufen zwischenzeitlich nicht
fehlen sollte. Je nach Veranlagung des
Hundes kann das gezeigt werden, was er besonders mag oder eben besonders gut
kann. Der Kreativität von Mensch und Hund ist hierbei keinerlei Grenze gesetzt,
außer dass es den Hund nicht gefährden oder schaden sollte.
Die Kür kann langsam, schnell oder auch lustig sein. Je nach dem kann der
Mensch auch passende Kleidung tragen. Nach und nach werden einzelne Elemente mit
Tricks und Abfolgen aneinander gesetzt bis sie eine ganze Kür ergeben.
Bislang sind auch beim Dogdance keinerlei Prüfungen oder Leistungskarten
erforderlich. In einigen Ländern werden jedoch bereits feste Richtlinien und
Pflichtelemente vorausgesetzt.
Beim Dogdance wird der Hund vor allem geistig gefordert da er während der
gesamten Kür sehr aufmerksam sein muss.
THS/Turnierhundesport
THS wurde früher auch Breitensport genannt. Die wohl häufigste Variante des
THS ist der Vierkampf und der Geländelauf.
Der Vierkampf besteht wie der Name schon sagt, aus vier Disziplinen, die Mensch
und Hund zusammen bestreiten.
Als erstes Pflichtelement haben wir den Gehorsam bei dem einige Übungen der
Begleithundprüfung gezeigt werden müssen, wie z.B. Leinenführigkeit bzw.
Freifolge, Sitz und Platz aus der
Bewegung und in der höheren Leistungsklasse auch das Steh aus der Bewegung.
Die nächste Disziplin ist der Hürdenlauf, bei dem der Hund über insgesamt 6
Hindernisse (in der unteren Klasse) bzw. Mensch und Hund über sechs Hindernisse (in
der höheren Klasse) zusammen
springen müssen. Auf dem Hinweg werden drei Hürden übersprungen, nach 40 Metern
kommt ein Wendepunkt und dann muss die gleiche Stecke noch einmal zurückgelaufen
werden.
Die dritte Disziplin, ist der gemeinsame Slalom von Mensch und Hund, bei dem
insgesamt 7 Stangentore auf 75 Metern im Zick-Zackkurs durchlaufen werden
müssen.
Als letzte Disziplin folgt der Hindernislauf, der aus folgenden acht
verschiedenen Hindernissen besteht: zwei Durchgänge Einzelne Hindernisse: Hürde,
Treppe oder Schrägwand, Tunnel, Laufdiele,
Tonne, Reifen, Hoch-Weitsprung und Hürde.
Zudem gibt es den Geländelauf, der sich über 2000 bzw. 5000 Metern erstreckt.
Der Hund wird hierbei an einem Geschirr geführt. Der Mensch muss einen Bauchgurt
tragen. Mensch und Hund
sind durch eine Leine verbunden, die einen Panikhaken hat. Der Hund darf den
Menschen gerne während des Laufes ziehen und somit die Schrittlänge des Menschen
vergrößern.
Beim THS wird der Hund körperlich und geistig gleichermaßen gefordert.
Trickdogging
Als Trickdogging bezeichnet man das Erlernen von verschiedenen Kunststücken
oder hier eben Tricks genannt. Der Kreativität von Hund und Halter ist hierbei
keinerlei Grenze gesetzt. Natürlich sollte der Hund nicht gefährdet werden, damit
er sich nicht verletzt.
Trainiert wird hier über Belohnung. Macht der Hund etwas richtig, bekommt er ein Leckerchen oder ein kurzes Spiel, je nach dem was der Hund lieber mag. Es kann
ohne oder auch mit dem Clicker gearbeitet werden. Dieser eignet sich besonders,
wenn der Hund etwas Neues "anbieten" soll oder wenn man einen Trick aus etwas
Bestehendem heraus "formen" möchte, wie z.B. aus dem Betteln das Winken.
Jeder Hund kann Tricks lernen. Am besten beginnt man mit leichtern Tricks wie
dem "Pfötchen geben" oder "Verbeugen" und steigert sich immer weiter, bis hin zu
Tricks wie eigenständigem Zudecken des Hundes, Seilchenspringen oder
Einkaufswagen schieben. Gegenstände oder das Arbeiten mit Fremdpersonen (diese
anspringen oder den Kopf in den Schoß legen) dürfen gerne verwendet werden.
Trickdogging fördert den Hund hauptsächlich geistig, da er gerade wenn mit dem Clicker gearbeitet wird, viele Dinge anbietet um an seine Belohnung zu kommen.
Es ist besonders gut für Hunde geeignet, die noch im Wachstum sind. Hier sollte
jedoch Wert darauf gelegt werden, dass die ausgeführten Tricks nicht so stark die
Knochen und Gelenke beanspruchen. Auf Tricks wie Seilchenspringen sollte also
verzichtet werden. Aber auch Hunde die verletzungsbedingt nicht viel laufen
dürfen können über das Erlernen von Tricks ausgelastet werden.
Wir tricksen ab und zu mal ein wenig. Vor allem an verregneten Tagen oder in der
dunklen Jahreszeit, wenn man nicht so viel Zeit draußen verbringen kann. Eine
kleine Liste an Tricks die Sirius und Remus beherrschen findet ihr
hier.
VPG/Schutzhundesport
VPG (Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) ist der neue Begriff für den
früheren Schutzhundesport. Sie ist in drei Abteilungen aufgeteilt:
Abteilung A = Fährte,
Abteilung B = Unterordnung und
Abteilung C = der Schutzdienst.
Wie beim Obedience oder auch Agility gibt es verschiedene Leistungsklassen von VPG-1 bis
VPG-3.
Abteilung A (Fährtenarbeit) ist der einzige Part, der nicht auf einem Hundeplatz
trainiert werden kann, sondern nur im "Gelände". Hierbei lernt der Hund eine von
seinem Hundeführer oder einer Fremdperson gelegte Fährte zu verfolgen und erhält
im Anschluss daran eine Belohnung (z.B. ein Leckerchen). Das Fährtentraining
kann bereits im Welpenalter begonnen werden. Nach und nach wird der Zeitabstand
zwischen legen der Fährte und deren Verfolgung immer größer. In der höchsten
Leistungsklasse liegt zwischen dem Auslegen und der Verfolgung eine Stunde.
Zudem erlernt der Hund ausgelegte Gegenstände anzuzeigen.
Je höher die Leistungsklasse ist, desto höher ist auch die Liegezeit der Fährte,
zudem wird auch noch einmal unterschieden zwischen dem Auslegen durch den
Hundeführer bzw. durch eine Fremdperson und der Anzahl der ausgelegten
Gegenstände.
Abteilung B (Unterordnung) ist die Grundlage jeder Hundeausbildung. Die Unterordnung in der Leistungsklasse 1 umfasst
die Freifolge, Schussgleichgültigkeit, Sitzübung,
Platz mit Abrufen, Bringen auf ebener Erde, über die 1-Meter-Hürde und über die
Schrägwand, das Voraussenden des Hundes und Ablegen unter Ablenkung. In der
zweiten Leistungsklasse kommt außerdem das Stehen aus dem Normalschritt hinzu und in der
höchsten Leistungsklasse zusätzlich das Platz und Steh aus dem Laufschritt mit
Abrufen dazu.
Abteilung C (Schutzdienst) der Begriff
Schutzdienst mag irreführend sein, da er aus der ursprünglichen
Diensthundeausbildung kommt, die die Grundlage für den VPG-Sport bildet. Die
Sporthunde werden nicht „scharf“ gemacht um Menschen zu beißen sondern
hauptsächlich wird ihr Beutetrieb angesprochen.
Hierbei wird der Jutearm des
Schutzdiensthelfers als die Beute betrachten. Sollte der Helfer diesen
Jutearm nicht tragen wird der Helfer vom Hund auch als völlig neutrale Person
betrachtet. Prüfungselemente im Schutzdienst sind unter anderem das Srteifelaufen
nach einem Scheintäter, wobei der Hund um Verstecke geschickt wird, um den Helfer
zu finden. Anschließend folgt das Stellen und Verbellen, bei dem der Hund den
gefundenen Helfer verbellt bis sein Hundeführer hinzukommt. Ein weiterer
Prüfungspunkt ist die Vereitlung einer Flucht bei der der Hund den Helfer
bewachen muss und diesen selbstständig an einer Flucht hindern muss. Letztes
Prüfungselement ist die sogenannte Mutprobe, bei der der Hund seinen Hundführer
vor einem Angriff durch den Helfer durch den Biss in den Jutearm schützen muss.
Genau wie beim Obedience und Agility ist eine bestandene Begleithundeprüfung
Voraussetzung um überhaupt eine VPG-Prüfung laufen zu dürfen
Flyball
Flyball kann man sich bildlich als eine Mischung von Hürden- und Staffellauf
vorstellen. Flyball ist eine Mannschaftssportart die aus vier bis sechs Hunden, deren
Hundeführern, einem Boxloader (Person, die die Flyballbox mit Bällen füllt),
einem Mannschaftskapitän, einem Trainer und einem Balljungen bzw. -mädchen
besteht.
Beim Flyball wird der Hund über vier Hürden zur Flyballbox geschickt, wo der Hund
den Ball aufnimmt und zurück über die Hürden läuft. Der zweite Hund darf die
erste Hürde überqueren sobald der vorige Hund diese übersprungen hat. Ein Lauf
dauert so lange bis alle Hunde die Hürden fehlerfrei durchlaufen haben. Früher
musste die Flyballbox durch das Drücken einer Taste mittels der Forderläufe
betätigt werden. Daraufhin wurde der Ball bis zu drei Metern in die Luft
geschleudert. Hierher stammt auch der Name dieser Sportart. Mittlerweile wird
eine andere Art der Box verwendet. In der Box befinden sich zwei Löcher, in die der Boxloader den Ball legt. Je nachdem ob der Hund sich bei der Wendung eher nach
rechts oder links wegdreht, wird die Box beladen. Also entweder auf der linken
oder rechten Seite der Box. Die Hürdenhöhe ist immer am kleinsten startenden
Hund ausgerichtet damit dieser keinerlei Nachteile dadurch hat. Aus diesem Grund
können auch alle Rassen und deren Mischlinge Flyball betreiben.
Auf Wettkämpfen laufen zwei Teams gegeneinander. Das Team, bei dem alle Hunde
schneller und fehlerfrei die Hürden übersprungen hat, gewinnt.
Andere Beschäftigungen
Da ich nicht genau weiß wie
schwierig, kompliziert und zeitaufwendig die Ausbildung unten genannter Hunde
ist, möchte ich auch hier nicht weiter ins Detail gehen. Erwähnen möchte ich sie
jedoch schon, da sie wirklich harte und anstrengende Arbeit verrichten die den
Hunden einiges abverlangt. Ich habe sie einmal (für mich logisch) unterteilt.
Mantrailing/Lawinenhund/Rettungshund
Die Hunde werden hier eingesetzt, um verschwundene oder verschüttete
Menschen wieder zu finden. Sie nehmen die Fährte dieser Person auf, um sie aus
ihrer Gefahrensituation zu befreien. Unter Lawinenhunden und Rettungshunden kann
sich glaube ich jeder etwas vorstellen. Lawinenhunde retten Menschen die im
Schnee verschüttet wurden, Rettungshunde retten Menschen, die zum Beispiel in Trümmern
eines Hauses verschüttet wurden. Hunde in der Rettungshundestaffel werden in der
Flächen- und Trümmersuche ausgebildet. Als Mantrailer bezeichnet man Hunde, die
Menschen aufgrund ihrer Fährte wiederfinden. Die Polizei verwendet Hunde die im Mantrailing ausgebildet wurden, um eine Person die "spurlos" verschwunden ist, zu
finden.
Behindertenbegleithund/Therapiehund
Behindertenbegleithunde werden ausgebildet, um behinderten
Menschen das Leben einfacher zu gestallten. Einen Blindenhund kennt
jeder. Therapiehunde werden verwendet um, wie es das Wort schon sagt, Menschen
zu therapieren, als Beispiel auhtistische Menschen die, ähnlich wie beim
Schwimmen mit Delfinen, durch das Berühren und Streicheln des Fells stimuliert
werden dadurch können
nachhaltige Erfolge in der Therapie erzielt werden. Diese Hunde werden
oftmals auch eingesetzt, um alten Menschen im Altersheim ein wenig Lebensfreude
zurück zu geben. Diese Hunde müssen sich oftmals lange still verhalten und sich
nur sehr vorsichtig bewegen. Diese Art der Arbeit verlangt den Hunden einiges ab,
wodurch die Hunde zwischenzeitlich immer Pausen brauchen, um sich selber von
ihrer Arbeit erholen zu können.
| ©2007-2010 Dana Zimmermann/Daniel Köhler | Letzte Änderung:
07.06.2010 19:42 h |